Maklergebühren beim Hausverkauf: Wie viel zahlt man wirklich?
Beim Hausverkauf liegt die Maklerprovision in Deutschland meist zwischen 5,95 % und 7,14 % des Kaufpreises. Das klingt nach einem großen Betrag, und das ist es auch. Wer wissen möchte, wie hoch sind Maklergebühren beim Hausverkauf, findet hier alle wichtigen Informationen: was üblich ist, wer zahlt und worauf man achten sollte.
Was ist die Maklerprovision überhaupt?
Die Maklerprovision ist die Vergütung, die ein Immobilienmakler erhält, wenn er erfolgreich ein Haus verkauft. Sie wird auch Courtage genannt. Der Makler bekommt dieses Geld nur dann, wenn der Kauf tatsächlich abgeschlossen wird. Kommt kein Kaufvertrag zustande, gibt es auch keine Provision.
Die Höhe der Provision ist nicht gesetzlich festgelegt, aber es gibt klare Gewohnheiten je nach Region. Außerdem regelt seit 2020 ein Gesetz in Deutschland, wer wie viel davon zahlen muss.
Wie hoch sind die Maklergebühren beim Hausverkauf?
Die ortsübliche Maklerprovision liegt in Deutschland meist zwischen 5,95 % und 7,14 % des Kaufpreises. Das sind Gesamtbeträge, die Käufer und Verkäufer zusammen zahlen. Beide Seiten teilen sich die Kosten in der Regel gleich auf.
Ein Rechenbeispiel: Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro und einer Provision von 7,14 % beträgt die Gesamtprovision rund 28.560 Euro. Käufer und Verkäufer zahlen dann jeweils etwa 14.280 Euro. Das sind keine kleinen Beträge.
Die genaue Höhe kann je nach Bundesland und Vereinbarung etwas abweichen. In manchen Regionen ist eine niedrigere Provision üblich, in anderen liegt sie näher an der oberen Grenze.
Wer zahlt die Maklerprovision?
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt in Deutschland das sogenannte Bestellerprinzip beim Wohnimmobilienkauf. Das bedeutet: Verkäufer und Käufer teilen sich die Maklerprovision. Der Verkäufer darf dem Käufer nicht mehr als die Hälfte der Gesamtprovision aufbürden.
Beauftragt also der Verkäufer den Makler, zahlt er mindestens die Hälfte. Die andere Hälfte kann er an den Käufer weitergeben. Ein Verkäufer kann aber auch die gesamte Provision selbst übernehmen. Das ist manchmal eine bewusste Entscheidung, um das Haus attraktiver zu machen.
Bei Gewerbeimmobilien oder reinen Mietvermittlungen gelten andere Regeln. Dort wird die Provision noch individueller verhandelt.
Gibt es einen Unterschied zwischen den Bundesländern?
Ja, die übliche Höhe der Provision variiert in Deutschland regional. In den meisten Bundesländern beträgt die Gesamtprovision rund 7,14 %. In einigen Regionen, beispielsweise in Teilen von Norddeutschland, sind etwas niedrigere Sätze üblich. Es lohnt sich, die ortsüblichen Werte zu prüfen, bevor man einen Maklervertrag unterschreibt.
Was ist beim Maklervertrag zu beachten?
Bevor man einen Makler beauftragt, sollte man einige Punkte genau prüfen. So vermeidet man unangenehme Überraschungen.
- Lassen Sie sich die Provisionshöhe schriftlich bestätigen, bevor der Makler mit der Arbeit beginnt.
- Achten Sie darauf, ob es sich um eine einseitige oder geteilte Provision handelt.
- Prüfen Sie, ob im Vertrag eine Laufzeit festgelegt ist und was bei einer vorzeitigen Kündigung gilt.
- Fragen Sie nach, welche Leistungen im Preis enthalten sind: Fotos, Exposé, Besichtigungen, Verhandlungen.
- Vergleichen Sie mehrere Makler, bevor Sie sich entscheiden. Die Preise und Leistungen können sich deutlich unterscheiden.
- Lassen Sie sich keine Provision zahlen, ohne dass ein Kaufvertrag unterzeichnet wurde. Das wäre nicht rechtens.
Kann man die Maklerprovision verhandeln?
Ja, das ist möglich. Die Maklerprovision ist zwar regional üblich, aber nicht gesetzlich festgeschrieben. In der Praxis lassen manche Makler mit sich reden, besonders wenn das Objekt gut verkäuflich ist oder man mehrere Immobilien gleichzeitig anbietet. Ein Versuch lohnt sich.
Wichtig: Selbst wenn man einen günstigeren Satz verhandelt, sollte man die Qualität der Maklerleistung im Blick behalten. Ein günstiger Makler, der das Haus schlecht vermarktet, kann am Ende mehr kosten als ein teurerer mit besserem Netzwerk.
Maklergebühren und Steuern
Für Privatverkäufer sind die Maklergebühren in den meisten Fällen steuerlich nicht absetzbar. Anders sieht es bei vermieteten Immobilien oder bei gewerblichen Verkäufern aus. Dort können die Kosten unter Umständen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Im Zweifel lohnt sich eine Rückfrage beim Steuerberater.
Wer ein Haus verkauft, sollte die Maklergebühren von Anfang an in die Kalkulation einbeziehen. Bei einem Verkaufspreis von 400.000 Euro kann die eigene Hälfte der Provision schnell über 14.000 Euro betragen. Wer das frühzeitig einplant, erlebt am Ende keine bösen Überraschungen.
Veelgestelde vragen
Wie hoch sind Maklergebühren beim Hausverkauf im Durchschnitt?
Die Maklergebühren beim Hausverkauf liegen in Deutschland im Durchschnitt bei insgesamt 5,95 % bis 7,14 % des Kaufpreises. Dieser Betrag wird meist hälftig zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt, sodass jede Seite etwa 3 % bis 3,57 % trägt.
Muss ich als Verkäufer die Maklerprovision zahlen?
Ja, als Verkäufer zahlen Sie mindestens die Hälfte der Provision, wenn Sie den Makler beauftragt haben. Seit 2020 ist es gesetzlich verboten, die gesamte Provision auf den Käufer abzuwälzen. Sie können aber freiwillig auch die gesamten Kosten selbst übernehmen.
Wann muss die Maklerprovision bezahlt werden?
Die Provision wird erst fällig, wenn der Kaufvertrag beim Notar unterzeichnet wurde. Ohne erfolgreichen Abschluss hat der Makler keinen Anspruch auf eine Zahlung.
Kann ich ein Haus auch ohne Makler verkaufen?
Ja, ein Privatverkauf ohne Makler ist möglich. So sparen Sie die Provision, übernehmen aber selbst alle Aufgaben: Wertermittlung, Vermarktung, Besichtigungen und Verhandlungen. Das kostet Zeit und Fachwissen.
