Was du über Maikäfer und Junikäfer wissen solltest
Maikäfer und Junikäfer sehen harmlos aus, aber sie können große Schäden im Garten anrichten. Viele Gärtnerinnen und Gärtner fragen sich, ob diese Käfer eine Gefahr darstellen, wie man sie erkennt und wie man sie loswird. In diesem Text bekommst du eine klare Übersicht über das Verhalten dieser Tiere und praktische Tipps, wie du sie auf natürliche Weise bekämpfen kannst.
Was ist ein Maikäfer
Der Maikäfer gehört zur Familie der Blatthornkäfer und ist besonders im Frühling aktiv. Ab April bis in den Mai fliegen sie abends durch die Luft, auf der Suche nach einem Partner und einem geeigneten Ort zur Eiablage. Auffällig sind ihre fächerförmigen Fühler und der braun-schwarze Panzer. Was viele nicht wissen: Die eigentliche Gefahr geht nicht vom Käfer selbst aus, sondern von seinen Larven, den sogenannten Engerlingen. Diese leben mehrere Jahre im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln.
Sind Maikäfer eine Plage
In bestimmten Jahren kann die Anzahl der Maikäfer sehr hoch sein. Besonders wenn das Wetter trocken und warm ist, schlüpfen viele Käfer auf einmal. Die Weibchen legen dann hunderte Eier im Boden ab. Die Engerlinge, die daraus schlüpfen, fressen die Wurzeln von Gräsern, Blumen, Gemüsepflanzen und sogar jungen Bäumen. In der Landwirtschaft und in Gärten kann das schwere Schäden verursachen. In früheren Jahrhunderten gab es regelrechte Maikäferplagen mit Millionen von Käfern. Heute sind sie zwar seltener geworden, aber lokal treten sie immer noch massenhaft auf.
Wie man Maikäfer bekämpfen kann
Wenn du Maikäfer bekämpfen möchtest, solltest du dich vor allem auf die Larven konzentrieren. Die effektivste und zugleich umweltfreundlichste Methode ist der Einsatz von Nematoden. Diese winzigen Fadenwürmer töten die Engerlinge im Boden, ohne andere Tiere oder Pflanzen zu schädigen. Du kannst sie im Frühling oder Herbst mit Gießwasser in die Erde einbringen.
Eine weitere Möglichkeit ist das regelmäßige Umgraben des Bodens, besonders im Spätsommer. Dadurch zerstörst du die Lebensräume der Engerlinge. Auch Hühner helfen bei der Bekämpfung, denn sie picken die Larven aus der Erde. Wenn du abends im Frühling das Außenlicht ausschaltest, ziehst du weniger Käfer in deinen Garten – und damit legen auch weniger Weibchen ihre Eier dort ab.
Wie man Junikäfer am besten loswird
Junikäfer sehen Maikäfern ähnlich, sind aber etwas kleiner und treten im Juni und Juli auf. Auch ihre Larven fressen Pflanzenwurzeln und können den Rasen beschädigen. Junikäfer Bekämpfen funktioniert fast genauso wie beim Maikäfer: mit Nematoden, Bodenlockerung und Lichtvermeidung am Abend.
Zusätzlich kannst du natürliche Feinde wie Vögel oder Igel unterstützen, indem du deinen Garten naturnah gestaltest. Weniger versiegelte Flächen, Hecken und ruhige Ecken laden Tiere ein, die dir beim Kampf gegen die Engerlinge helfen. Wenn du neue Pflanzen einsetzt, schützt ein Gartenvlies die Wurzeln in der ersten Zeit vor Eiablage durch Käferweibchen.
