Hundegeruch aus dem Auto entfernen: so wird es wirklich sauber
Hundegeruch aus dem Auto entfernen gelingt am besten mit Backnatron, weißem Essig oder einem Aktivkohlefilter – und ein paar einfachen Handgriffen, die du zuhause erledigen kannst. Der Geruch entsteht durch Feuchtigkeit, Haare und Hautschuppen, die sich tief in die Polster und den Teppich einarbeiten. Oberflächliches Lüften reicht daher meist nicht aus.
Backnatron: der einfachste Weg gegen Hundegeruch im Auto
Backnatron ist das günstigste und gleichzeitig eines der wirksamsten Mittel gegen Gerüche in Stoff und Teppich. Es bindet die Geruchsmoleküle chemisch, anstatt sie nur zu überdecken. So gehst du vor:
- Säubere das Auto zuerst mit einem Staubsauger. Entferne alle Haare, Sand und losen Schmutz von den Polstern und dem Fußraum.
- Streue eine großzügige Menge Backnatron auf die betroffenen Stellen, zum Beispiel den Rücksitz und den Kofferraum.
- Lass das Backnatron mindestens eine Stunde einwirken, am besten über Nacht.
- Sauge alles gründlich wieder ab.
Bei hartnäckigem Geruch kannst du diesen Vorgang zwei- oder dreimal wiederholen. Backnatron ist für Stoff, Velours und die meisten Teppichbeläge geeignet. Auf Leder solltest du es besser nicht direkt auftragen, weil es das Material austrocknen kann.
Weißer Essig und andere Hausmittel
Weißer Essig wirkt ebenfalls geruchsneutralisierend. Verdünne ihn im Verhältnis 1:1 mit Wasser und sprühe die Mischung leicht auf die Polster. Lass sie dann bei geöffneten Türen trocknen. Der Essiggeruch selbst verfliegt nach dem Trocknen vollständig. Für Ledersitze ist Essig nicht empfehlenswert, weil er die Oberfläche angreifen kann.
Aktivkohle ist eine weitere gute Option. Stelle ein kleines Behältnis mit Aktivkohlegranulat über Nacht ins Auto, zum Beispiel in den Kofferraum. Die Kohle zieht Gerüche aktiv aus der Luft und aus dem Innenraum. Das ist besonders praktisch als Dauerlösung, wenn dein Hund regelmäßig mitfährt.
Hundegeruch aus dem Auto entfernen bei Polstern und Teppich
Für tief eingezogene Gerüche lohnt sich eine Nassreinigung mit einem speziellen Polsterreiniger oder einem enzymatischen Reiniger. Enzymatische Reiniger bauen die organischen Geruchsquellen (Speichel, Urin, Hautschuppen) aktiv ab, anstatt sie nur zu überdecken. Diese Produkte sind im Haushaltshandel oder in Tierbedarf-Geschäften erhältlich und kosten in der Regel zwischen 5 und 15 Euro.
Gehe bei der Nassreinigung sparsam mit der Flüssigkeit um. Zu viel Feuchtigkeit im Polster kann Schimmel verursachen, der wiederum einen neuen und noch hartnäckigeren Geruch erzeugt. Öffne nach der Reinigung alle Türen und lass das Auto gründlich durchlüften, idealerweise an einem trockenen und warmen Tag.
Was beim Leder zu beachten ist
Ledersitze nehmen Gerüche weniger tief auf als Stoff, aber sie können trotzdem riechen, wenn Feuchtigkeit und Schmutz sich in den Nähten und Falten sammeln. Reinige Lederflächen mit einem milden Lederreiniger und einem weichen Tuch. Danach behandle das Leder mit einem Lederpflegemittel, damit es nicht spröde wird. Vermeide Backnatron und Essig direkt auf Leder.
De Klimaanlage nicht vergessen
Ein Geruch, der sich hartnäckig hält, obwohl die Polster sauber sind, kommt oft aus der Klimaanlage oder dem Lüftungssystem. Haare und Geruchspartikel setzen sich im Filter und in den Lüftungskanälen fest. Tausche den Innenraumfilter (Pollenfilter) aus. Das ist bei den meisten Autos ein einfacher Handgriff, der ohne Werkzeug gelingt. Einen neuen Filter bekommst du für etwa 10 bis 20 Euro im Autozubehörhandel. Zusätzlich gibt es spezielle Klimaanlagen-Reinigungsmittel in Spray-Form, die du direkt in die Lüftungskanäle sprühst.
Geruch dauerhaft verhindern
Am einfachsten ist es, den Geruch gar nicht erst entstehen zu lassen. Lege eine waschbare Hundedecke oder einen Autoschutzer auf den Rücksitz. Trockne deinen Hund ab, bevor er einsteigt, besonders nach einem Spaziergang im Regen. Sauge das Auto regelmäßig aus und lüfte es nach jeder Fahrt kurz durch. Diese kleinen Gewohnheiten halten den Innenraum deutlich frischer, ohne dass du jedes Mal zur Tiefenreinigung greifen musst.
Mit Backnatron, einem enzymatischen Reiniger und einem frischen Innenraumfilter löst du die meisten Geruchsprobleme selbst zuhause. Nur bei sehr starkem oder lange bestehendem Geruch, zum Beispiel nach Nässe oder Urin, lohnt sich eine professionelle Fahrzeugaufbereitung, die das Auto von innen komplett reinigt und desodoriert.
